- Home

- News
- News-Archiv

- Waffeninfo
  - alle
  - Kaliber
  - Art
- Munition
  - Pistolen
  - Gewehre

- Lexikon
- Bilder Galerie

- Links
- Forum-Waffen

 

 

 

 

 

 



Munition / Pistolenpatrone 43, 8x33 mm Seite 3

 

Das Sturmgewehr 44 verschießt die 8x33 mm
Das Sturmgewehr 44 verschießt die 8x33 mm

 

Die Patrone
Die Hülsen der Patronen bestanden aus Stahl mit niedrigem Kohlenstoffgehalt und waren zum Schutz gegen Korrosion mit einer Tauchlackierung überzogen. Daher auch die vielen Farbunterschiede. Die Geschosse bestehen meist aus einem tombakplattierten Stahlmantel; eine begrenzte Anzahl von Geschossen wurde von "Waffenwerken Brünn" und "Polte" mit Cupronickelplattierten Stahlmänteln hergestellt. Die Geschosse der ersten Polte Reihe besaßen noch Bleikerne, in der späteren Serienfertigung wurden Stahlkerne verwendet, wobei auch nur die frühen Stahlkerne mit einer Spitze gedreht wurden. Die weiterhin benutzen stumpfen Geschosse wurden im Kaltwalzverfahren hergestellt. Verschiedenfarbige Ringfugen an den Zündhütchen haben bei der Kurzpatrone keine Bedeutung. Ladestreifen für die 8x57IS Patrone konnten auch für die kleinere 8x33 mm verwendet werden.

 

Pistolenpatrone 43 m.E. mit Eisenkern
Pistolenpatrone 43 S.m.K Spitzgeschoß mit Eisenkern
Pistolenpatrone 43 m.E. L`spur mit Eisenkern Leuchtspur
Pistolenpatrone 43 L`spur Leuchtspur
Pistolenpatrone 43 SE Sintereisen

 

Werkzeugpatrone aus Messing
Exerzierpatrone roter Plastikkörper
Platzpatrone purpurfarbenes Holzgeschoß
Zielpatrone rotes Bleigeschoß (für kurze Entferungen)
Treibpatrone gelbes Holzgeschoß
Treibpatrone verlängerte Hülse und schwarzes Holzgeschoß
Treibpatrone verlängerte Hülse, 33 mm

 

Gefülltes Magazin einer MP 44
Gefülltes Magazin einer MP 44

 

Die Leuchtspurgeschosse mit schwarzer Spitze besaßen einen Bleikern, desweiteren gab es welche mit Eisenkern. Zum Ende des Krieges wurden wegen Materialknappheit auch mit Geschossen aus Sintereisen experimentell getestet. Diese Geschosse waren ohne irgendwelchen Mantel aus Tombak oder Blei usw. versehen und weisten gegen die Abnutzung von Feld und Zug im Lauf eine Riffelung auf. Desweiteren wurden Ganzstahlgeschosse benannt als "Bernsteingeschosse" erprobt.
Patronen von den "Waffenwerken Brünn" wurden mit "dou." gestempelt, damit nicht fälschlicherweise "nop" gelesen wird.
Die weiterer Stempelung "ST" deutet auf eine lackierte Stahlhülse hin, ein "ST+" besagt, daß die Stahlhülsen lackiert sind und eine verstärkten Boden aufweisen.
"-" wurde bei späteren "oxo" Patronen angewandt und bedeutet daß die Patrone ein einziges übergroße Zündloch anstelle von 2 besitzt. Die "Teuto Metallwerke" klagten über die Schwierigkeit zwei Zündlöcher in eine Patrone zu bohren und bekamen für eine Zentralbohrung die Genehmigung. Gegenüber der Stempelung von dem Hersteller (Code) befand sich die Losnummer, dazwischen fand das Herstellerjahr Platz.
Die Patronen wurden in der Regel in einfachen braunen Kartons zu je 15 Stück verpackt. Auf diesen ist ein Etikett aufgeklebt auf dem Angaben zum Hersteller, Losnummer, Hülse, Geschoß, Treibladung und Zündhütchen zu finden sind. Desweiteren sind großbuchstabig "i.L" oder ausgeschrieben "in Ladestreifen" aufgedruckt. Es gab Verpackungsmengen zu 14 oder 20 Stück
Nach dem Krieg wurden Patronen in der DDR, Spanien und Argentinien produziert. Patronen aus DDR Fertigung bekamen einen Arsenalcode und das Herstellerjahr gestempelt. Viele originale deutsche Munition wurde umetikettiert und legal verkauft oder 1953 vom griechischen Militär übernommen.

 

Herstellungszahlen in Millionen Stück: 1942: 9,7
1943: 23,4
1944: 579,4
1945: 209,5

 

Herstellercodes 8x33 mm
aux Polte, Werk Magdeburg
dou Waffenwerke Brünn AG, Pov. Bystrica ( Tschechoslowakei)
de vermutlich Hugo Schneider AG
eej Merkisches Walzwerk GmbH, Strausberg
fva Draht und Metallwarenfabrik Gmbh, Salzwedel Sachsen
hla Metallwarenfabrik Treuenbritzen GmbH, Sebaldushof
kam Hasag Eisen und Metallwerke GmbH, Skarzysko Kamienna Polen
oxo Teuto Metallwerke GmbH, Osnabrück
wa Hugo Schneider AG Werk, Leipzig
ak Munitionsfabrik Sellier & Bellot in Vlasim, Tschechei
auy Polte, Werk Grüneberg

 

Seite 3 / 3
Zum Index

 

 



IMPRESSUM | KONTAKT
© 2001 - 2007 waffeninfo.net | Alle Rechte vorbehalten.