Die "9 mm Luger" wurde 1902 mit der weltbekannten Luger Pistole
"P08" auf den Markt gebracht. Anfangs entwickelte Luger für die 08 eine geänderte 7,63 mm Patrone mit den Maßen 7,65x23 mm. Von der Schweiz wurde die 08 mit dieser Patrone gleich übernommen und als "Service-Pistole 1900" eingeführt.
Die "Parabellum-Pistole, System Luger / Borchhardt" mit der 7,65 Luger Munition konnte sich bei der preußischen Gewehr-Prüfungs-Kommission als Militärwaffe nicht ganz durchsetzen, da Kommissionare meinten, die Mann-Stop-Wirkung der Patrone wäre zu schwach. 1902 änderte Luger den Hülsenmund der 7,65 auf gut 9 mm und kürzte sie auf 19 mm. Die "Selbstladepistole 04" wurde 1904 bei der kaiserlichen Marine eingeführt, ab 1908 auch im kaiserlichen Heer als Standart Pistole eingesetzt und ist bis heute als "P08" bekannt. Bis 1915 verwendete man Kegelstumpfgeschosse, die dann aber durch Vollmantelrundkopfgeschosse ersetzt wurden.
Der Name "Parabellum" leitet sich aus einem Spruch eines lateinischen Feldherren ab:
"Qui desiderat pacem praeparat bellum. Si vis pacem, para bellum" Heißt soviel wie: "Wer Frieden wünscht, bereitet den Krieg vor, wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor" Die Bezeichnung "9 mm Luger" ist aber korrekter und verdrängt das "Para".
1985 ersetzten die Amerikaner die bis dahin verwendete Colt M1911 in .45 ACP durch die Beretta M92-F in 9 mm. Heute ist sie außerdem Nato Standartkaliber und wird bei fast jeder Pistole und Maschinenpistole als Standartkaliber verwendet.
Es gibt eine Vielzahl von Herstellern, was die Patrone auch sehr günstig macht.
Gegen geschützte Ziele ist sie allerdings nicht sehr wirkungsvoll, daher kommen nun auch Maschinenpistolen mit neuen, stärkern Kalibern heraus.