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Dragunow
SWD, SVDS / Seite 2
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Dragunow SWD
Nach 1945 gehörte das Mehrladescharfschützenmodell 1891/30 zur Grundausrüstung der sowjetischen Streitkräfte. Dieser 5 schüssige Karabiner wurde noch 1956 in die „NVA“ eingeführt. Nicht nur wegen dem geringen Patronevorrat von 5 Schuß, sondern auch wegen der fehlenden halbautomatische Funktion war das Gewehr nicht mehr auf militärischen Standart. Im 2. Weltkrieg bemühten sich einige Entwickler um Ersatz, jedoch relativ erfolglos. Das mit Zielfernrohr ausgestattete Selbstladescharfschützenmodell SWT 40 entwickelt von Fjodor Wassiljewitsch Tokarew hatte sich im Einsatz nie bewährt. Ebenfalls bewährte sich nie das von "Sergej Gawrilowitsch Simonow" entwickelte Selbstladescharfschützenmodell SWS-128-P-60, das auf Grundlage des "SKS" Karabiners entwickelt wurde.
Gefordert wurde ein Selbstladegewehr mit Magazin und großer Reichweite. Den Sowjetischen Führungsstreitkräften wurde ein Modell von Jewgeni Fjedorowitsch Dragunow (Dragunov) und Alexander Konstantinow (Konstantinov) vorgeführt. Sie entschieden sich für das Modell von Dragunow. Konstantinows Modell soll von origineller Konstruktion gewesen und in der gleichen Fertigungstechnologie herzustellen sein. Beide Gewehre sind Gasdrucklader mit 10 Schuß Magazinen und für Reichweiten bis 1300 m vorgesehen.
Eingeführt als Dragunow SWD (snaiperskaja wintowka dragunows (oder auch SVD Snayperskaya Vintovka Dragunova)) die die Streitkräfte der früher zum Warschauer Vertrag gehörenden Staaten und einige andere Länder. Darunter war auch Ägypten. Modifizierte Versionen wurden als Modell SWD (695 mm Lauf) in Rumänien und als Modell Zastava 76 (550 mm Lauf im Kaliber 8x57IS) in Jugoslawien eingeführt.
Das Dragunow SWD einen Gasdrucklader mit feststehendem Lauf und einem Drehkopfverschluß. Es entspricht dem System der AK 47, die Baugruppen lassen sich aber untereinander nicht austauschen sind aber von über übereinstimmender Funktionsweise. Der Repetiervorgang wird eingeleitet wenn die abgezapften Gase am Lauf ein Kolbengestänge bewegen. Diese dreht den Verschluß aus seiner Verriegelung und läßt ihn anschließend repetieren, so das die leere Hülse ausgeworfen, und eine neue zugeführt werden kann. Bevor der Verschluß mit der Vorwärtsbewegung beginnt wurden die Schließfeder und das Schlagstück gespannt. Wie bei der Kalashnikow ist der Lauf hartverchromt, was den Ansatz von Pulverresten verhindert. Etwa in der Mitte des Laufes befindet sich die Bohrung für das Gasdrucksystem. Dieses kann mit einem Gasregler eingestellt werden. Die Stellung 1 soll bei gereinigter Waffe und 2 nach längerem Schießen verwendet werden.
Als Munition stehen verschiedene Typen der Patrone 7,62x54R M 1908/30 zu Verfügung. Ein Stahlkerngeschoß mit höherer Reichweite, Leuchtspur- oder Panzerbrandgeschosse und normale Vollmantelgeschosse. Die effektive Reichweite liegt bei 800 Metern.
Der Feuerwahlhebel sitzt gut erreichbar auf der rechten Seite. In der oberen Stellung ist die Waffe gesichert, in der unteren Stellung ist die Waffe auf Einzellfeuer gestellt.
Das Zielfernrohr Typ PSO-1 4x24 (PSO = Pritsel Snaipersky, Optickesky) hat ein vierfache Vergrößerung mit Entfernungsmeßskala und kann auch zum Aufklären von Infrarotquellen verwendet werden. Das abnehmbare ZF umfaßt einen Sichtwinkel von 6° und ist mit einem Sonnenfilter ausgestattet. Neben dem ZF besitzt das Gewehr ein mechanisches Schiebevisier das auf maximal 1200 m eingestellt werden kann.
Der mit 5 Längsschnitten versehende 70 mm lange Mündungsfeuerdämpfer dämpft das Mündungsfeuer und verhindert auch das Eindringen von Fremdkörpern. An der unteren Kornhalterung kann ein Bajonett angebracht werden, damit ist die Waffe dann 1370 mm lang.
| Modell SVDS, Snayperskaya Vintovka Dragunova Skladnaya |
Einige Mängel an dem SWD gaben den Anlaß ein modifiziertes Modell zu entwickeln. Den Soldaten war die Waffe vor allem zu lang und unhandlich. Man forderte, besonders die Fallschirmjägereinheiten, einen Klappschaft, wurde jedoch von Entwickler abgeraten weil sie befürchteten es könne die Präzision negativ beeinflussen. Sie wollten lieber den Lauf ein wenig kürzen.
Erst 1994 stellte eine Waffenfabrik in "Jzhevsk" zwei neue Modell vor. Für die Fallschirmjäger war das Modell SVDS mit 620 mm langen Lauf und nach rechts klappbare Schulterstütze gedacht. Das "Infanteriemodell" bekam einen 565 mm Lauf. Die neue konische Mündungsbremse und der kürzere Lauf machten die Waffen wesentlich handlicher als das SWD. Außerdem bekam das SVDS einen schwereren Lauf, einen Plastikhandschutz und keine Bajonetthalterung. Als Zubehör ist es jedoch erhältlich. Mit dem neuen Modell hat man die Funktion des Sicherungshebels geändert und damit der Waffe eine noch bessere Bedienbarkeit gegeben. Wenn sich der Hebel in der oberen Stellung befindet ist die Waffe gesichert.
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