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FN FAL Fusil Automatique Légère / Seite 2

 

FN FAL / Fusil Automatique Légère
FN FAL / Fusil Automatique Légère

 

Versionen
Die 4 verschiedenen Versionen unterscheiden sich lediglich in ihren Abmessungen, Gewicht, Art ihres Kolbens und natürlich ihren Einsatz.

Modell Modell Standart, auch Modell FN FAL 50-00
Diese Waffe hat einen festen Lauf und einen nicht abklappbaren Kolben. 200 - 600m Schiebeviser. Kann mit Zweibein ausgestattet werden.

Modell FN FAL PARA, auch Modell FN FAL 50-64
Besitzt eine Metallschulterstütze die sich nach rechts anklappen läßt. Klappkimme. 549mm Visierlinie.

Modell FN FAL PARA, auch Modell FN FAL 50-63
Besitzt eine Metallschulterstütze die sich nach rechts anklappen läßt. Festes Visier auf 300m eingestellt.

Modell FN FAL HB, auch Modell FN FAL 50-41
Fester Kolben, schwerer Lauf (Heavy Barrel). Eingesetzt als leichtes MG. Eine Gasdruckabzapfung zum Abschuß von Gewehrgranaten ist vorhanden. Um diese verschießen zu können braucht man Spezialpatronen, die den benötigten Gasdruck erzeugen.

 

Entwicklung
Die Entwicklung des FN FAL beginnt mit dem SAFN 49 (FN-49). Dieses Selbstladegewehr entwickelt von "Dieudonne Saive" verschoß noch die 8x57IS. Andere Versionen in .30-06 und 7,65 Mauser konnten auch vollautomatisch schießen, sie dienten zum Teil auch als Scharfschützenbüchsen.
Doch FN überlegte wie sie anhand des SAFN ein neues vollautomatisches Gewehr bauen könnten. Bei der Konstruktion des neuen Gewehres war Dieudonne Saive der Leitende. Dieses sollte die deutsche 7,92x33 Kurzpatrone verschießen.
Die Entwicklung des Gewehrs ging schnell voran, 1950 stellte FN das FAL in 4 verschiedenen Versionen vor. Das Modell Standart, Modell Heavy Barrel und zweimal Modell Para.
Die USA suchte seit 1945 ein neues Sturmgewehr. Es bewarben sich damals 4 Waffen, die beiden Gewehre T25 und T44 aus der heimische Fabrik Springfield Amory, Massachusetts, ein Gewehr aus England, aus dem später das SA80 hervorging und das FN FAL. Das FN FAL (T48) war allen anderen Waffen überlegen, trotzdem wollten es die Amerikaner nicht einführen, da es den Amis nicht gefiel eine Ordonnanzwaffe einzuführen die aus einem anderen Land stammt. So führten die Amerikaner das M14 ein. "T48" steht für "Trial" = Versuch.
Aufgrund des Druckes aus den USA folgte FN dem Kurs der NATO und setze auf die 7,62x51 Patrone.
"FAL" ist die Abkürzung für "Fusil Automatique Légère" was soviel heißt wie "Leichtes Automatisches Gewehr". Die Englische Bezeichnung folglich: "Light Automatic Riffle", daher auch die Abkürzung "LAR".
Bei dem FAL handelt es sich um einen Gasdrucklader mit feststehendem Lauf, der von einem zweiteiligen Kippverschluß verriegelt wird. Der Gasdruck kann mittels verstellbarer Düse geändert werden. Das soll das richtige Arbeiten des Gewehrs gewährleisten. Das Verschlußgehäuse ist aus gefrästem Stahl gefertigt, was die Herstellungskosten hochtreibt. Das 20 Schuß Magazin kann mit einem Hebel direkt über dem Pistolengriff gelöst werden. Der lange Mündungsfeuerdämpfer soll das Mündungsfeuer bei der Schußabgabe reduzieren, gleichzeitig dient er zur Aufpflanzung eines Bajonetts. Markant ist der anklappbare Tragegriff in Höhe des Magazins. Der Feuerwahlhebel und der Verschlußhebel befindet sich auf der linken Seite. Eine Gasdruckabzapfung zum Abschuß von Gewehrgranaten ist vorhanden.

 

Modifizierte Modelle
Die 1957 eingeführte 5,56x45 Nato Patrone gab FN den Anlaß ein "FAL" im neuen Kaliber herzustellen.
FN CAL
FN FNC

 

Internationale Herstellung
Das FN FAL ist eines der meist verbreiteten Gewehr überhaupt. In über 90 Ländern z.B. Argentinien, Brasilien, Australien, Belgien, Kanada, Indien, Israel, Libyen, Peru, Singapur war das FAL Ordonnanzwaffe der Armeen, heute zum Teil abgelöst von neueren Gewehren. In Brasilien wurde das FAL von der Firma IMBEL bis 1988 hergestellt. In Österreich wurde das FAL als Sturmgewehr 58 (Stgw 58) eingeführt, in Kanada als "C1". Auch die Engländer zeigten Interesse für diese Waffe und experimentierte mit dem Kaliber .280. Sie führten 1954 das "L1 A1", wie sie es nannten, als Ordonanzwaffe in die Truppe ein. Allerdings im Kaliber 7,62x51. Die größte Änderung zum Original, war das es sich um einen reinen Selbstlader handelte, also keine vollautomatische Waffe. Bei der Firma "Royal Small Arms Factory" wurde das L1 A1 hergestellt, aber nicht nur für den Eigenbedarf. Exportiert nach Ländern wie Australien, Barbados, Gambia, Guyana, Kanada und Oman. Australien stellte einerseits das "L1 A1" als leicht modifizierte Version des FAL her, andererseits auch das "L1 A1" aus England. Beide in Lizenzherstellung. Hergestellt in der Firma "Small Arms Factory" bei Lithgow. Das "L2 A1" ist ein leichtes MG, außerdem stellte Australien noch das "L1 A1 F1" her. 1956 wurde das FN FAL als G1 in die Bundeswehr eingeführt. Nach dem Eintritt in die Nato brauchte Deutschland eine Waffe. Da es zu dieser Zeit noch keine eigenen Rüstungsfabriken gab, mußte die BRD gut 100.000 Stück aus Belgien kaufen. Die Serienproduktion des G3 war ins Stocken geraten, da Rheinmetall noch Patente vom MG42 besaß. 1959 wurde das G1 dann vom G3 abgelöst. Die Herstellung von einem G1 benötigte 24 Kilogramm Material und 24 Arbeitsstunden, das des G3 10 kg und rund zwölf Stunden Arbeitszeit. Es wurde auch als Scharfschützenversion benutzt, wenn es mit Zielfernrohr und Nachtsichtgerät ausgestattet war.

 

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