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FA MAS F3 |
| Gesamtlänge |
757 mm |
| Lauflänge |
488 mm |
| Gewicht geladen |
3,98 kg |
| Gewicht ungeladen |
3,70 kg |
| Gewicht ohne Magazin |
3,55 kg |
| Gewicht, Magazin |
0,15 kg |
| Gewicht, Zweibein |
0,17 kg |
| Gewicht, Bajonett |
0,43 kg |
| Züge / Richtung |
3 / rechts |
| Kadenz |
900 - 1000 S/min |
| V0 |
960 m/s |
| Visierschußweite |
300 m |
| Einsatzschußweite |
300 m |
Seit Mitte der 60er fing Frankreich eine neue Analyse über ein universell einsetzbaren Gewehr zu erarbeiten. Die neue gesuchte Waffe soll die MPi MAS 49 und das Selbstladegewehr Modell 49/56 ersetzen. Es wurde auch überlegt ob es die Funktion eines leichten Maschinengewehrs besitzen sollte. Es müsse die Einsatzschußweite von 300 Metern erfüllen und eine Vorrichtung zum Verschießen von Gewehrgranten bieten.
Die Entwicklung begann 1967 bei MAS (Manaufacture d'Armes de St. Etienne) unter der Leitung von Paul Tellie. Im August 1971 stellte MAS die ersten Prototypen im Kaliber 5,56x45 mm vor. Man vergab den Namen FA MAS A3. Erst später als die Streitkräfte das Gewehr übernahmen wurde aus dem "A3" ein "F3". Das "FA" steht für "Fusil d'Assault" übersetzt "Sturmgewehr" oder auch "Fusil d'Automatique "automatisches Gewehr". Die Schreibweise kann aber auch so lauten "FAMAS".
Zwei Jahre wurden die Gewehre in der Truppe getestet, als dann der Umbau des 3 Schuß Feuerbegrenzers und Baugruppen begann verzögerte sich die Serienproduktion. Kurzfristig zur Überbrückung wurden einige Gewehre Modell SIG 540 eingeführt. Die Streitkräfte bestellten 400000 Stück des neuen Gewehrs, die ersten 5000 wurden 1977 an Fallschirmjägereinheiten geliefert.
Das aus Plast bestehende Gehäuse, der große Tragegriff, das Zweibein, das hinter dem Pistolengriff liegende 25 Schuß Stangenmagazin gaben der Waffe ein markantes Aussehen und den Namen "le clairon", "die Trompete". Die 30 Schuß Magazine vom M16 passen ebenfall. Bei dieser "Bullpup" Waffe handelt es sich um einen halbverriegelten Rückstoßlader mit Masseverschluß. Es wurde kein Verschlußfang montiert, die Ausziehrillen im Patronenlager sollen das zuverlässige Ausziehen der Hülse gewährleisten. Dabei handelt es sich um 16 44 mm lange Rillen im Patronenlager.
Die kompakt gebaute Waffe kann Einzelfeuer, Dauerfeuer und 3 Schuß Feuerstoß schießen, der Wahlhebel befindet sich über dem Griff. Wenn Gewehrgranaten verschoßen werden sollen, muß ein Magazin mit 2 speziellen Patronen eingesetzt werden. Die Treibladung dieser Patronen zündet die 500 g schweren Granaten, die eine V0 von 65 m/sec erreichen. Es kann direkt und indirekt gerichtet und dabei Ziele, je nach Winkel bis 360 m bekämpft werden. Beim direkten Abschießen muß der Schütze den Kolben unter dem rechten Arm klemmen und mit der rechten Hand das Gehäuse umfassen. Unabhängig davon läßt sich unterhalb des Vorderschaftes ein 40 mm Grantwerfer montieren.
Die Standart- und Gewehrgranatenvisierung befinden sich beide im Tragegriff. Letztere befindet sich vorn am Tragegriff und kann man entsprechend hochklappen. Die Visierlänge für die Standartvisierung beträgt nur 330 mm, trotzdem besitz die Waffe ein hohe Treffergenauigkeit. Für 100 und 200 m steht ein einstellbarer Diopter, bei Entfernungen ab 300 m ein feste Kimme zur Verfügung. Bei Nacht erleichtert ein Leuchtpunkt an der Kimme und ein Aufsatz für die Visierklappe das Zielen. Zusätzlich können Nachtsichtgeräte und Zielfernrohre montiert werden. Das standardmäßig vorhandene Zweibein läßt sich anklappen. An der Mündung kann ein Bajonett angebracht werden.
Das Gewehr ist für Links- und Rechtsschützen gleichermaßen benutzbar. Die nicht benutze Hülsenauswurföffnung wird mit einem Stopfen verschlossen. Außerdem können Wangenauflage und Tragegurt an beiden Seiten befestigt werden. Ebenso läßt sich der Spannhebel bedienen.
Fachleute haben gelobt, dass die Waffe sehr schnell auseinander zu nehmen ist. Gerade für das Reinigen unter Gefechtsbedingungen ist das wichtig. Dafür muß ein vor dem Magazinschacht liegender Haltebolzen entfernt werden. Dann kann der Schaft nach hinten abgezogen werden. Das Oberteil des Gehäuse mit Zweibein und Tragegriff ist nach entfernen eines weiteren Bolzen freigegeben. Nun kann man andere Teile wie Lauf, Spannvorichtung Schließfeder und Schloßträger entfernen. Auch ist die geringe Länge und Masse von unschätzbarem Vorteil, so die Kritiker
Desweiteren gibt es ein G1 Modell, bei dem der Abzugsbügel größer ausgefallen ist, ein halbautomatisches G2 Modell, ein Export Version ohne Dauerfeuermodus und eine Kurzversion für Spezialeinheiten.
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