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G3 Seite 3

 

Schlagbolzen, Verschlußfeder und Steuerstück
Schlagbolzen, Verschlußfeder und Steuerstück

 

Weiter Modelle
Das Modell A1 das bis 1964 hergestellt wurde ist eine Kurzversion im Kaliber 7,62x51 Nato. Dieses und das "erste" Gewehr "G3" besaßen als Visiereinrichtung eine Kimme und ein Korn. Die ab 1964 hergestellte Version A2 ist ein verbessertes Modell, es wurde das bekannte Dioptervisier verwendet. Das Modell A4 ist für Fallschirm- und Gebirgsjäger gedacht, es hat einen einschiebbaren Kolben und schrumpft zusammengezogen auf eine Länge von nur 840 mm. Für Scharfschützen wurden die Modelle G3 A3 ZF und G3 SG1 entwickelt, die nur Einzelfeuer schießen können.

 

Ausrüstung und Technik
Die Standartausführung entspricht dem Modell G3 A3, so wie es auch (noch) in der Bundeswehr verwendet wird. Bei diesem Modell können jederzeit Zielfernrohre montiert werden. Es können ohne zusätzliche Geräte Gewehrgranaten verschoßen, oder Bajonettes angebracht werden. Die Standartzieleinrichtung ist eine Dioptervisierung über der sich ziemlich gut zielen läßt. Die Dioptertrommel läßt sich drehen, und damit verschieden Visierschußweiten einstellen. 100m über eine Kimme, 200, 300, 400m über ein Diopterloch.
Es verfügt über ein 20 Schuß Stangenmagazin, die nicht transparent sind. Neben dem Bedienhebel sind die Buchstaben S, E und F zu finden: Sicher, Einzelfeuer, Feuerstoß. Dieser befindet sich auf der linken Seite. Der Durchladehebel sitzt weit vorn, schräg auf der linken Seite. Zum Durchladen wird er herausgeklappt, (dann ist der Verschluß nicht mehr verriegelt) ein Stück zurückgezogen und dann losgelassen. Um das in das Patronenlager einsehen zu können muß der Durchladehebel in der hinteren Stellung arretiert werden.
Beim Schießen merkte der Schütz nur wenig Rückstoß, spürt ihn leicht verzögert. Im Patronenlager befinden sich Entlastungsrillen, diese unterstützen das weiche Ausziehen der Hülse. Erkennen kann man das an den langen "Riefen" der ausgeworfenen Patronenhülse.
Um Manövermunition (Platzpatronen) verschießen zu können muß ein Manöverpatronegerät (MPG) vorn anstatt des Mündungsfeuerdämpfers aufgeschraubt werden, da ansonsten der Gasdruck zum "Selbstladen" nicht ausreichen würde. Praktisch sind fast alle MPGs bei der Bundeswehr verstellt, die meisten Gewehre haben nach wenigen Schüssen Ladehemmungen. Nachdem Manöverpatronen verwendet wurden, ist das G3 sehr schmutzig. Besonders der Verschluß. Ladehemmungen können aber auch durch Sand, das durch das Patronenauswurffenster gelangt, verursacht werden. Das Reinigen eines G3 kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
In der Bundeswehr werden noch vereinzelnd G3 Gewehre verwendet. Besonders Bataillone die in naher Zukunft geschlossen werden. Gewehre die heute noch benutzt werden, sind oft in den 60ern hergestellt wurden. Nach gut über 40 Jahren schießen diese "Alten" noch ziemlich gut. Zurückzuführen ist das auf die robuste Bauart und das ewige Reinigen bei der BW. Ob das seit 1997 eingeführte G36 auch so robust ist, ist fragwürdig.

 

G3 A2
G3 A2

 

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