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MG 34 / Seite 2

 

MG 34
Verschluß MG 34

 

Entwicklung / Vorgeschichte
Die Suche nach einem neuen und universellen Maschinengewehr fing bereits während des 1. Weltkrieges an. Die Militärs des deutschen kaiserlichen Heeres forderten ein MG das mit Zweibein als leichtes und mit Dreibein als schweres Maschinengewehr eingesetzt werden konnte. Eine Versuchswaffe stellte das "Modell 16" dar, daß eine verbesserte Schloßkonstruktion des schweren MG "Modell 08" mit Maxim System besaß.
Nach dem Krieg wurde weiterhin nach einem Einheits-MG gesucht, derzeit verwendete die Reichswehr die schweren wassergekühlten MGs des Typs "8" und "08/15" und luftgekühlten "08/18" Modelle. Ein Hindernis zur Neuentwicklung stellte derzeit der "Versailler Vertrag" dar, der aber trotz allen umgangen wurde. Schließlich wurde das schwere MG 08 weiter verbessert und ein Entwicklungsauftrag für eine leichtes, luftgekühltes MG aufgeben. Dies stellte das "Dreyse MG Modell 13" dar, daß 1930 etwas voreilig in die Reichwehr eingeführt wurde, denn zur Zeit der Übernahme bei der Truppe stand ein technisch besseres Maschinengewehr in Serienreife. Das ebenfalls von Louis Stange entwickelte "Steyr-Solothurn S2-200" konnte damit nicht mehr ordonanzmäßig eingeführt werden. Um den Versailler Vertrag zu umgehen, ließen "Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik" die "Solothurn AG" und später auch "Steyr-Daimler-Puch AG" in Österreich die Entwicklung und Fertigung übernehmen. Ordonnanzwaffe wurde sie in Österreich und Ungarn, einige Waffen wurde aber auch ein die Reichswehr eingeführt.
Alle derzeit verwendeten Maschinengewehre hatten einen gemeinsamen Nachteil. Sie waren in der Herstellung kompliziert, die Kosten standen zum Nutzen in keinem Verhältnis zueinander. So war es auch kein Wunder, daß der Streit um ein neues Einheits-MG neu entfacht wurde, als 1930 ein dänischer Oberst Analysen über das Madsen MG "1903/24" und der Rücklauflafette darlegte. Denn bei Tests war diese Waffe als leichtes MG einsetzbar, dennoch entschied sich die Reichswehr nur die Lizenzen der Lafette zu kaufen und es weiter zu entwickeln. Das MG "08/15" wurde dieser angepaßt und konnte im Gegensatz zum großen Bruder, dem schweren "08" mit seinem Schlitten gut 27 kg Gewicht gutmachen. Trotz aller Vorteile die dieses MG in der Truppe zeigte, war es nicht das MG das universal einsetzbar war, denn die Forderungen nach einem gleichermaßen einsetzbaren leichten und schweren MG mit Lafette und der Möglichkeit zur Flugabwehr waren nicht gegeben.
Am 19.07.1929 stellte Heinrich Vollmer aus dem Sömmerdaer Zweigbetrieb von Rheinmetall die "Dreyse Muskete" der Reichwehr vor. Die Tests liefen auf dem Mauserschen Gelände, schließlich wurde das Testmodell abgelehnt. Allerdings gingen Mauser und Rheinmetall nun gleiche Wege, zusammen versuchten sie die abgelehnte Waffe weiter zu entwickeln.
Anfang Dezember 39 stellte Mauser eine eigene weiterentwickelte Waffe den Militärs der Reichwehr vor. Dabei handelte es sich schon um einen direkten Vorläufen des MG 34. Auch Rheinmetall tüftelte an einer Überarbeitung bei denen auch konstruktive Details aus den Maschinengewehren "Solothurn S2-200", leichten "Dreyse MG Modell 13" und dem Mauser Modell übernommen wurden. Somit wurden im Gehäuse angebrachten Steuerkurven installiert, und der Längsgelagerte Drehwarzenverschluß lief direkt im Waffengehäuse. Bodenstück und Lauf konnten unkompliziert abgenommen werden. Dieses Modell wurde anschließend übernommen.
Um einem Patentstreit zuvor zu kommen wurde Mauser und andere beteiligte Firmen mit einer finanziellen Spritze abgefunden, denn der eigentliche Entwicklungsauftrag über ein Universal-MG ging schließlich an Rheinmetall. Ziel war es die Serienproduktion des MGs nicht durch Streitereien ins Stocken kommen zu lassen. Allerdings begann die Serienfertigung und Einführung in die Truppe erst 1936, die offizielle Übernahme erfolgte erst am 24.01.1939.

 

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