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MG 34 / Seite 3

 

MG 34 Verschluß
MG 34 Verschluß

 

Technik / Ausstattung
Die ersten ausgelieferten Modelle besaßen ein Trommelmagazin mit Trommelhalter, denn erst gut ein Jahr später wurden MGs mit Gurtzuführung hergestellt. Bereits vorhandene Gewehre konnten gegen Tausch des Zuführerdeckels umgerüstet werden. Je nach Einsatz der Waffe wurden Gurte unterschiedlicher Art und Kapazität verwendet. Als Verwendung des leichten MG mit Zweibein wurden Gurttrommeln mit innenliegenden 50 Schuß Gurten ausgegeben. Sobald ein MG auf der Rücklauflafette montiert war, bekamen Schützen Gurtkästen mit einer Kapazität von 300 Schuß ausgegeben, montiert in gepanzerten Fahrzeugen gab es Gurtkästen mit 100 und Gurtsäcke mit 150 Patronen. 150 Patronen in Gurtkästen wurden im Zusammenhang mit der "Zwillingslafette 36" verwendet. Die Gurte werden von links in die Waffen eingeführt, der Hülsenauswurf erfolgt nach unten.
Ebenfalls konnte bei einigen frühen Waffen die Kadenz von 600 auf 1000 S/min am Griffstück manuell eingestellt werden. Auch diese Möglichkeit entfiel.
Bei dem MG 34 handelt es sich um einen Rückstoßlader mit kurz zurückgleitenden Lauf und Drehwarzenverschluß. Nach dem einlegen einen Gurtes und das Spannen des Systems war die Waffen feuerbereit. Wurde der Abzug gedrückt, so schnellte der Verschluß nach vorn und nahm dabei eine Patrone aus dem Gurt und führte sie in das Patronenlager. Der auf Rollen gelagerte drehbare Verschlußkopf verbindet sich dabei mit dem Verriegelungsstück am Lauf und war somit fest verriegelt. Unmittelbar nach diesem Vorgang wurde die Patrone gezündet. Nachdem das Geschoß den Lauf verlassen hat, setzen die Rückstoßkräfte den Lauf und Verschluß zum Rückwärtigen-Lauf an. Nach kurzem Zurückgleiten beider Komponente lief der Verschluß auf die angebrachten Steuerkurven auf, der ihn zum Drehen veranlasste. Damit wurde die feste Verbindung zwischen Lauf und Verschluß getrennt und nur der Verschluß benutze die restliche Bewegungsenergie um die verschossene Patronenhülse aus zu werfen und den Repetiervorgang ein zu leiten. Der Lauf wurde von einer Rückholfeder wieder in seine ursprüngliche Position gebracht. Der gesamte Rücklauf wird von dem Rückstoßverstärker unterstützt. Sollte der Schütze den Abzug weiterhin gedrückt halten, so beginnt der Prozess erneut. In dem oberen Deckel befindet sich der Zuführungsmechanismus, der mit Hilfe des Verschlusses den Gurt von links nach rechts durchzieht. Es soll auch einige Modelle mit rechter Gurtzuführung geben.
Der Lauf ließ sich ziemlich einfach wechseln, der Schütze mußte lediglich die Sperrklinke lösen und den Verschluß spannen. Nun konnten Laufgehäuse und Systemgehäuse um 120° auseinandergeklappt werden. Er wurde nach hinten weggezogen und damit konnte ein neuer Lauf eingeschoben werden. Läufe mußte nach Vorschrift gewechselt werden um die Maximale Lebensdauer von 5 - 6000 Schuß zu garantieren. Das Laufgehäuse besaß zur besseren Wärmeableitung viele kleine Bohrungen.
Serienmäßig war die Waffe auf Einzel- und Dauerfeuer eingerichtet, zog der Schütze den Abzug nur ein Stück, so wurde lediglich ein Schuß abgegeben.
Als schweres MG auf der Rücklauflafette konnte im Einsatz bis 3000 Meter direkt gerichtet werden, indirekt bis 3500 m. Dies ermöglichte die montierbare Optik auf der Lafette. Die mechanische Visierung bestand aus einem Breitkorn und horizontal verstellbaren Schiebevisier das von 200 m bis 2000 m in 100 Meter Schritten eingestellt werden konnte. Zur Fliegerabwehr konnte kurz vor der Mündung ein Kreiskornvisier in die Kreiskornhalterung aufgesteckt werden.
Die Sicherungseinrichtung in Form eines Hebels links über dem Abzugsbügel war in der vorderen Position entsichert. Der Spannschieber befindet sich auf der rechten Seite. Zum MG34 gibt sehr viel verschiedenes Zubehör. Hier einige Beispiele: Neben dem bekannten Zweibein, Dreibein, Lafette, Zwillingssockel 36 auch noch Platzpatronengeräte, Winterabzüge, Trageriemen, Richtstäbe, Mündungskappen, Laufbehälter, etliche Gurtkästen und vieles mehr. Das Zweibein gehörte standardmäßig zum MG. Wurden diese MGs in Panzerfahrzeugen verwendet so besaßen sie spezielle schußfeste Laufmäntel die keine Lüftungslöcher, Kreiskornhalterungen und Aufnahmen für Zweibeine aufwiesen.

 

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