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MG 34 / Seite 4

 

 

Allgemeines Technik
Das MG 34 besaß im Gegensatz zu anderen MG jener Zeit sehr viele Vorzüge und war ihnen überlegen. Jedoch zeigten sich während des Polenfeldzuges 1939 einige gravierende Mängel, die anschließend die Entwicklung des MG 42 zur Folgen hatte. Wurde Munition verschiedener Laborierungen verwendet konnten Störungen in der Patronenzuführung auftreten. Auf Grund der exakten Herstellung bei fast allen Teilen konnten nicht Materialen niedriger Qualität verwendet werden. Das System konnte nur in gereinigten Zustand einwandfrei funktionieren, deshalb war die Pflege der Waffen sehr wichtig. Schon wenig Staub oder auch extreme Kälte konnte die Funktion und Funktionssicherheit des MGs stark beinträchtigen. Eine sehr genaue Ausbildung der Schützen war erforderlich.
Viele Teile mußten genausten und mit präzisesten Maschinen hergestellt werden, damit lagen die Fertigungs- und Herstellungskosten sehr hoch und war eine Massenfertigung mitten im Krieg nicht möglich, somit begann die Suche nach einem neuen Maschinengewehr.

 

Modifizierte Modelle, MG 34/41, MG 34S
Die Kadenz vom bis zu 900 S/min schien in der Praxis nicht aus zu reichen. Denn es wurden Feuergeschwindigkeiten von 600 S/min für den Erdkampf und die doppelte zur Flugabwehr gefordert. In langen Experimenten wurde versucht die Kadenz der Waffe zu steigern, jedoch verzeichnete man keine nennenswerten Erfolge. Lediglich einige Versuchmodelle mit höherer Kadenz wurden hergestellt. Das "MG 34S" erreichte eine hohe Feuergeschwindigkeit von gut 1700 S/min, dazu mußte der Rückstoßverstärker, Puffereinrichtung und Verschluß modifiziert und der Lauf gekürzt werden. Dies alles geschah auf Kosten der Funktionssicherheit und ließ die Lebensdauer der Gewehre schwinden.
Das Modell "MG34/41" jedoch wurde 1942 in einer Stückzahl von 1707 bei "Mauser-Werke AG", Berlin hergestellt und erreichte eine Schußfolge von 1200 in der Minute. Auch hier wurden viele Teile modifiziert.
Modifiziert wurde das MG 34 zur Verwendung als Flugabwehr MG. Dieses waren "Modell 131" und "81" sowie die überschweren MGs "MG 151" und "MG 151/20".

 

Produktion und Herstellung
In Deutschlang gab es 3 Produktionsstätten, dies waren "Mauser-Werke AG" in Berlin, "Maget" in Berlin-Tegel, und die "Gustloff-Werke" in Suhl. Außerhalb Deutschland gab es die Produktionsstätten "Steyr-Daimler-Puch" in Österreich, sowie in der Tschechoslowakei die " Wagenwerke Brünn". In den letzten beiden genannten Fabriken lief die Herstellung der MGs noch einiges länger als in Deutschland, dort wurden mittlerweile das "MG 42" produziert. Während des Krieges wurden einige Modelle ins Ausland exportiert. Portugal verwendete das "Modell 1944" noch bis Mitte der 70er Jahre. Andere Staaten wie Frankreich, CSSR, Israel und Vietnam verwendeten das MG 34 als Ordonanzwaffe nach 1945.
Die gesamte Produktion von MG 34 bis zum 1. April 1945 beläuft sich auf ca 390 000 Stück die sich wie folgt aufteilen. Zahlen ohne Gewähr.


1939: 44 181 Stk
1940:
59 224 Stk
1941: 85 186 Stk
1942: 67 363 Stk
1943: 51 045 Stk
1944: 62 051 Stk
1945: 19 647 Stk

 

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