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MG 42 / Seite 3


MG 42
MG 42 auf der Rücklauflafette

 

Technik
Das MG42 ist ein Rückstoßlader mit kurz zurückgleitendem Lauf und beweglichen Rollenverschluß - ein zuschießendes System. Die zwei Rollen am Verschlußkopf verriegeln den Lauf in der Laufverlängerung und verhindern, daß der Verschluß unmittelbar nach dem Abfeuern nach hinten zurückläuft. Der Repetiervorgang beginnt erst, wenn der Gasdruck bereits auf sicheres Niveau abgesunken ist. Sobald eine Patrone verschossen ist, gleiten durch den Rückstoß angetrieben und den Rückstoßverstärker unterstützt, Lauf und Verschluß nach hinten. An einem bestimmten Punkt drücken seitlich Aussparungen im Gehäuse die Rollen aus der Laufverlängerung und entriegeln den Verschluß. Mit der restlichen Bewegungsenergie beginnt der Verschluß den Repetiervorgang, der Lauf wird von der "Laufrückholfeder" in seine ursprüngliche Position zurückgedrückt. Das Gerücht, der Rollenverschluß stamme von dem polnischen Ingenieur Edward Steick, ist mittlerweile widerlegt worden, denn bereits 1937 legte Großfuß sein erstes MG-Modell mit Rollenverschluß vor.
Das MG verschießt die 8x57IS Patrone mit schwerem Spitzgeschoß, die in einem Metallgurt von links in die Waffe eingeführt werden. Von unten erfolgt der Patronenauswurf. Im Einsatz als Fliegerabwehr MG wurden Gurte mit 250 Schuß, die sich in einem Kasten links neben der Waffe befindet verwendet. Als leichtes Maschinengewehr gab es 50er Gurte. Der Gurt-Transportmechnismuß befindet sich wie bei dem MG 131 im Deckel und wird vom Verschluß angetrieben. Der Sicherungsknopf ist ein durchgehender Bolzen an der Abzugsgruppe - zum Sichern muß dieser nach rechts gedrückt werden. Vorn unter dem Laufgehäuse wird das Zweibein montiert, bei Nichtbenutzung kann es an das Gehäuse angeklappt werden. Desweiteren gibt ein es Dreibein und eine Lafette mit Optik.
Die Visiereinrichtung besteht aus einer einfachen Kimme und Korn, die sich von 200 m - 2000 m in 100 Meter Schritten einstellen läßt. Wird die Waffe als leichtes MG benutzt so beträgt die Einsatzschußweite 800 Meter, als Fliegerabwehr MG auf der Dreibeinlafette 2200 m. Dazu muß das Fliegervisier vor der Kimme angebracht und die Kimme ganz hochgeklappt werden. Beim direkten Richten in Benutzung der Rücklauflafette liegt ein Einsatzschußweite bei 3000 m, beim indirekten Richten 3500 m. Bei Verwendung des "Zwillingssockel 36" konnten 2 MG gleichzeitig zur Fliegerabwehr benutzt werden.
Das Maschinengewehr ist eine Luftgekühlte Waffe, die rechteckigen Löcher im Gehäuse dienen zur Wärmeabführung. Auf der rechten Seite des Gehäuses befindet sich ein langer Schlitz. Mit Hilfe der Laufwechselklappe konnte ein heißgeschossener Lauf binnen kurzer Zeit gewechselt werde. Sehr wichtig, hinsichtlich bei einer theoretischen Kadenz von 1500 S/min und der damit entstehenden Hitze und folgenden Laufzerstörung. Zum Rohrwechsel muß der Verschluß gespannt sein. Das Rohr besaß im Gegensatz zum MG 34 nur eine kurze Lebensdauer von 3500 - 4000 Schuß. Erst nachdem die Rohre innen verchromt wurden stieg die Lebensdauer.

 

Herstellung
Die vier große Produktionsstätten im Deutschen Reich setzten sich aus dem Berliner Zweigbetrieb der "Mauserwerke Oberndorf", "Maget" in Berlin-Tegel, "Großfuß", und "Gustloff Werke" in Suhl zusammen. In Österreich stellte die "Steyr-Daimler-Puch AG" Maschinengewehre her. Zusätzlich gab es viele kleine Zuliefererfirmen, die aber nicht für die Montage zuständig waren. Bis 1945 wurden über 420.000 MG 42 hergestellt.

 

 



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