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StG 44 / MP 44 / Seite 3
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Verschlußteile eines StG 44
An der linken Seite, über dem Pistolengriff befindet sich der Wahlhebel Sicher (S) und Feuerbereit (F). Diese Buchstaben sind direkt neben dem Hebel eingestanzt worden. Der Wahlhebel für Einzel- (E) und Dauerfeuer (D) liegt oberhalb dessen. Es ist ein durchgehender Druckbolzen der von beiden Seiten bedient werden kann. Auf dem Knopf die Buchstaben "D" und "E" eingestanzt.
Der Kolben und die Schalen für den Pistolengriff sind aus Nußbaumholz gefertigt. Die Kanten an dem Kolben werden durch ein angeschraubtes Rundeisen geschützt. Im Holzkolben kann ein kleiner Öler untergebracht werden. Die Klappe befindet sich oberhalb des Kolbens.
Das Schiebevisier kann bis auf 800 m, in je 100 m Schritten eingestellt werden, das Korn ist mit einem Schutz versehen.
Das gebogene 30 Schuß Magazin läßt sich per Knopf links am Magazinschacht lösen. Zum Zerlegen des Magazins muß der Magazinboden hochdrückt und gleichzeitig zur Seite geschoben werden. Allerdings sollte man auf die Feder achten, diese kann sehr weit fliegen.
Wenn Sie schon einmal ein G3 auseinandergebaut haben, so können Sie auch eine MP44 zerlegen. Die optischen Ähnlichkeiten zur AK 47 sind schon ziemlich beachtlich, doch der Aufbau dieser Waffe ähnelt viel mehr dem G3. Somit läßt sich auszuschließen, daß das deutsches Gewehr den Russen als Vorlage diente, jedoch aber inspirierte und technische Details in ihre eigenen Produktionen einfließen ließ.
Um die Schulterstütze abnehmen zu können, muß ein Haltebolzen vorher entfernt werden. Danach kann sie abgezogen werden. Dann kann die Verschlußfeder und Verschluß mit Gaskolbenstange entfernt werden. Die ganze Abzugseinrichtung kann heruntergeklappt werden, läßt sich aber nicht lösen. Es handelt sich bei der MP44 um einen Gasdrucklader mit Kippblockverschluß o. Kippriegelverschluß (Klick für detailgenaue Beschreibung des Funktionsprinzips). Der Verschluß und auch das Gasgestänge sind leicht und unkompliziert zu entnehmen. Um Verschluß zu zerlegen braucht nur der Schlagbolzen und die Ausziehkralle entfernt werden. Um den Lauf zu entfernen, muß nur ein Bolzen unter dem Patronenlager herausgeschlagen werden.
Aufgrund des geringeren Gewichtes und Größe der Patronen, konnte der Schütze etwa 12 geladene Magazine (360 Patronen ) mit sich tragen. Diese verstaute der Soldat in 2 Magazintaschen. Aus Erzählungen soll die MP44 sehr weich schießen und trotzdem eine hohe Kampfkraft besitzen. Die effektive Reichweite bei Einzellfeuer liegt bei 600 m.
Es konnten alle derzeit bekannten Zusatzgeräte montiert werden, Bajonett, Schalldämpfer, Gewehrgranatengerät, das Zielfernrohr ZF4 mit 4-facher Vergrößerung und eine von "Leitz" hergestellte Infraroteinheit Namens ZF1229, auch bekannt als "Vampir". von den Infrarot - Nachtzielgeräten wurden nur 310 Stück geliefert. Ein anderes Zusatzgerät war der "Krummerlauf". Mit diesem Aufsatz konnte man 30°, 45°, 60° und 90° "um die Ecke" schießen. Als Zieleinrichtung montierte man ein Prismenvorsatz. Dadurch daß der Lauf so stark gebogen war lag die Lebensdauer weit unter dem normalen Lauf. 300 Schuß waren auf das 30° Modell angesetzt, 160 Schuß auf das 45° Modell. Man unterschied 2 verschiedene Modelle. Nur das Infanteriemodell (I) mit 300 Ablenkung wurde in größerer Stückzahl hergestellt und bot auf 100 m eine Treffergenauigkeit von 35 cm. Modell "P" mit 900 Ablenkung war gedacht 90° zum Beschuß von gepanzerten Fahrzeugen vorgesehen. Eine Fotografie der MP44 mit dem "I" Vorsatz ist vorhanden.
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