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USP Universal Selbstlade Pistole / Seite 4
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USP Elite
Nachdem HK und Colt den Auftrag bekamen wurde das als Projekt als "Offensives Handfeuerwaffensystem" (OHWS) deklariert. Damit stellten sie auch einige Anforderungen, die Waffe sollte mit einem Multi-Funktionszielgerät und einem Schalldämpfer ausgerüstet sein.
Die von Colt entwickelte Waffe wurde aus Teilen der Double Eagle und der All American 2000 entwickelt. Bei HK handelt es sich um eine USP-Modell mit zusätzlichen Funktionen. Der Sicherungshebel kann beidseitig bedient werden, ein zusätzlicher Entspannhebel befindet sich auf der linken Seite. Bei einem Prototyp (OHWS) kann der Verschluß außerdem mit einem Knopf vor dem Abzug gesichert werden. Damit könnte die Waffe als Einzellader funktionieren, beim Benutzen eines Schalldämpfers kann das sehr nützlich sein kann. Der 149 mm lange hartverchromte Lauf ist mit normalen Zügen und Felder ausgestattet und hat an der Mündung eine Gewinde. Auf diesem läßt sich einen auf die Waffe abgestimmten Schalldämpfer montieren, der 15000 Schuß wartungsfrei überstehen kann. Es kann neben dem rechteckigen Schalldämpfer auch eines rundes Modell aufgeschraubt werden.
Das Laserzielgerät wurde von der in New Hampshire liegenden Firma "Insight Technology" entwickelt. Mit diesem Gerät hat der Schütze viele verschiedene Einstellmöglichkeiten. Das Gerät besitzt eine Weißlichtlampe und einen sichtbaren Laserpunkt mit einer Leistung von 5 mW. Außerdem gibt es einen IR-Zielpunkt und einen IR Strahler. Um im Infrarotbereicht etwas sehen zu können, muß der Schütze eine Nachtsichbrille aufsetzen. Betrieben wird das als "LAM" (Laser Aiming Modul) bezeichnetet Gerät zwei Mignonzellen. Es wird an den Montatgeschienen vor dem Abzug montiert. Später erschienen kleinere und leichtere LAM Modelle, die gerade mal 6 x 4,5 x 2 cm groß und 205 gramm schwer sind. Der Prototyp von HK mit LAM und rechteckigen Schalldämpfer wiegt mit 2,28 kg mehr als eine MP 5k.
Im Konkurrenzkampf gegen Colt gewann HK schließlich mit ihrer "SOCOM" den Zuschlag. Die Waffen wurden in extremen Test in Probe gestellt. Dauerbelastung mit 30000 Schuß, bei Extremtemperaturen +73°C / -50°C, 96 Stunden im Salznebel, Sand-, Staub- und Schlammtests, 96 Stunden Brandungssimulation und Falltests.
Einige Änderungen forderte die US Dienststellen am 04.01.1994 bei der Vertragunterzeichnung. Somit wurde das "SOCOM" getaufte Modell erst 1996 übernommen. Zivile verkauft HK die Waffe als "Mark 23". Der einzige Unterschied zur SOCOM besteht darin, daß die Mark 23 einen Polygonlauf besitzt. Dieses Modell kann ab 1350 Euro erworben werden. Beide Waffen haben keine Aussparungen am Griffstück mit der ein festsitzendes Magazin herausgenommen werden kann.
1998 stellte HK die USP Expert in allen 3 Kalibern vor. Diese Waffe war für die IPSC-Standardklasse konzipiert worden und besitzt neben den üblichen Funktionen noch einige Modifikationen. Der Sportabzug mit Tripperstop, der Magazintrichter und ein beidseitiger Sicherunghebel zählen zu den wesentlichen Änderungen. Die Waffe hat einen 152 mm langen Polygonallauf und eine Magazinkapazität von 18 Patronen 9 mm Luger. Zur Fixierung des Laufes besitzt dieser einen "O-Ring". Die Visierung der italienischen Firma "LPA" kann höhen- und seitenverstellt werden, die Visierlänge mißt 189 mm. Damit ist sie für die Disziplinen in IPSC und auch BDS, DSB besten geeignet. Beim Kauf der 1100 Euro teuren Waffe wird ein Reservemagazin im Kunststoffkoffer mitgeliefert. Außerdem liegt ein spezieller IPSC Hahn und Rastplatte bei.
Seit 1997 ist das Modell Match in allen 3 Kalibern 9 mm, .45 ACP, .40S&W erhältlich. Sie besitzt einen 6" Lauf und ein 360 g Zusatzgewicht, das an die untere Montageschine befestigt wird. Das nach vorn verlagerte Gewicht soll den Hoch- und Rückschlag verringern. Zur Fixierung des Laufes besitzt dieser einen "O-Ring". Bevor die Waffe auseinandergenommen werden kann muß das Zusatzgewicht mit Hilfe von Werkzeug demontiert werden. Leider hat HK das Korn auf dem Verschlußgehäuse gelassen und damit gut 2 cm Visierlinie verschenkt. Auch diese Waffe besitzt die verstellbare LPA Visierung. Dabei entspricht ein "Klick" ca. 1 cm Trefferpunktverlagerung bei 25 m Entfernung.
Als neue 6" Waffe verkauft HK die USP Elite für DSB, BDS und BDMP Disziplinen. Auch hier kann man zwischen drei Kalibern wählen. Der 152 mm lange Lauf besitzt zur Fixierung einen O-Ring. Die LPA Visierung kann mittels des mitgelieferten Schlüssels eingestellt werden. Dabei entspricht ein "Klick" ca. 1 cm Trefferpunktverlagerung bei 25 m Entfernung. Der beidseitige Sicherungshebel soll die Bedienungsfreundlichkeit für Linksschützen erhöhen. Zur Vergrößerung der Handauflagefläche und um einen schnellen Magazinwechsel zu ermöglichen besitzt die Elite im Kaliber 9x19 mm in Verlängerung des Griffstücks einen Magazintrichter. Damit passen wie bei der Expert 18 Schuß 9 mm Luger Patronen in das Magazin, bei der .45er Variante sind es noch 12 Stück. HK gab der Elite die schlanke Form um das Gewicht im Rahmen der USP Expert zu halten.
Speziell für die Bundeswehr wurde die P8 entworfen. Diese Pistole soll die Walther P1 ablösen. Die P8 verschießt Patronen im Kaliber 9 mm Luger durch ein herkömmlichen Lauf mit Zug und Feld Profil. Der leicht modifizierte Sicherungshebel ist beidseitig bedienbar und der Aufdruck "F" und "E" befindet sich vor dem Verschlußfanghebel. Die weißen Magazine mit einer Kapazitt von 12 Schuß lassen sich auch im Gelände leicht wiederfinden.
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